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Im preußischen Oberland zwischen Elbing und Osterode fahren Schiffe dank preußischem
Erfindergeist im wahrsten Sinne des Wortes über alle Berge. Bevor im Oktober 1844 die
Arbeiten am Oberländer Kanal begannen, der Osterode mit Elbing verbindet und die
wirtschaftliche Anbindung des Oberlandes an den Ostseehandel befördern sollte,
zerbrachen sich Ingenieure lange Zeit den Kopf, wie das Problem zu überwinden sei,
dass die Schiffe auf eine Strecke von 9,5 km eine Steigung von rund hundert Metern
überwinden müssen. Mitte des 19. Jahrhunderts kam die Antwort schließlich vom Königsberger
Baurat Georg Steenke. Anstatt von Schleusen baute er «Rollberge» oder «geneigte Ebenen» mit
einer Steigung von etwa 25 Grad, die den Unter− und den Oberlauf des Kanals miteinander
verbinden. Auf zwei parallel verlaufendenden Schienenpaaren mit einer Spurweite von 3,27 m
werden die Schiffe auf einem Rollwagen mit Wasserkraft nach oben gezogen. Fünfzig Kilometer südwestlich von Danzig befindet sich die größte aus Bachstein errichtete Wehranlage des Mittelalters, die die Kreuzritter nach der Patronin ihres Ordens Marienburg genannt haben. Die Befestigungsanlagen erstrecken sich über eine Fläche von zwanzig Hektar, auf denen über hundert Jahre lang gebaut wurde. Man begann Ende des 13. Jahrhunderts mit dem Hochschloss mit Kapelle, dann dem Dormitorium, Kapitelsaal, Gefängnis und Archiv. Nachdem der Hochmeistersitz des Ordens 1309 von Venedig nach Marienburg verlegt worden war, wurden ab 1310 das Mittelschloss und die Schlosskapelle errichtet und schliesslich der Hochmeisterpalast in Angriff genommen. Im Mittelalter galt die Marienburg als uneinnehmbar. Die einzelnen Teile der Festung waren von Ringmauern umgeben, Tore und Durchgänge mit Fallgittern, Wehrgängen, Pechnasen und Schiessschaften ausgestattet. Auch innerhalb der Anlage war man stets abwehrbereit. Durch Falltüren unter den sanitären Anlagen konnten wahlweise die Exkremente oder diese samt ihres Verursachers direkt in den Burggraben befördert werden. Erst Zahlungsschwierigkeiten wurden den Ordensrittern zum Verhängnis: 1457 konnten sie den ihre Burg verteidigenden Truppen ihren Sold nicht auszahlen, woraufhin die polnischen «Angestellten» die Burg als Pfand einzogen und dem polnischen König Kazimierz für 190 000 ungarische Floren verkauften. Als die Marienburg drei Jahrhunderte später in Folge der ersten polnischen Teilung von 1772 an Preußen fiel, wäre sie fast als vielversprechender Steinbruch dem Abriss anheim gefallen. Erst der Einsatz des Architekten Friedrich Gilly bewahrte sie vor diesem Schicksal. 1997 wurde die Anlage zum Weltkulturerbe erklärt. Für diesen Ausflug bringt Sie Ihr deutschsprachiger guide nach Elbing, wo Sie an Bord eines Schiffes gehen. Ü ber fünf schiefe Ebenen geht es bis Buchwalde, von wo aus Sie wahlweise im Bus oder mit dem Fahrrad weiter in Richtung Marienburg fahren. Ihr deutschsprachiger Guide zeigt Ihnen die weitläufige Wehranlage, und nach dem Besuch des Museums fahren Sie zurück nach Danzig. |
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Fahrt auf dem Oberländer Kanal und Besuch der Marienburg (Malbork) inkl. Baltisches Museum, Mittagessen, Bootsfahrt (Preise in Euro) |
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| Teilnehmeranzahl z.B. | 1 Pers. | 2 Pers. | 3 Pers. | 5 Pers. | ab 10 Pers. |
| Preis pro Person | 180,− | 115,− | 89,− | 79,− | auf Anfrage |
| Tel.: + 49 (0) 30 787 797 − 0 • Fax: − 11 • Mo.− Fr. 10 − 18 Uhr • info@eastline−reisen.de • Impressum |
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